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Wie oft hast du ja gesagt und meintest, nein?

Aktualisiert: 24. Feb.



Warum es so guttut, die eigenen Grenzen zu erkennen und zu kommunizieren.


Für die meisten von uns ist es eine Herausforderung, klare Grenzen zu setzen. Doch warum fällt uns das eigentlich so schwer? Oft müssen wir dazu zurück in unsere Kindheit blicken, denn hier liegen oft die Ursachen für dieses Verhalten.


Herausforderungen beim Setzen persönlicher Grenzen


In der Kindheit entwickeln wir oft nicht die Fähigkeit, unsere eigenen Grenzen zu setzen. Dies kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht musstest du immer brav und gehorsam sein oder dich schweren Situationen anpassen. Die Folge ist eine unbewusste und tief verwurzelte Angst vor den Konsequenzen, wenn du deine eigenen Bedürfnisse aussprichst. Diese Angst begleitet dich oft bis ins Erwachsenenalter. Du fürchtest, dass du nicht mehr gemocht wirst, als schwierig angesehen wirst oder sogar verlassen wirst. Im Berufsleben hast du möglicherweise Angst vor Entlassung oder anderen negativen Konsequenzen. Aus diesen Gründen hältst du oft lieber den Mund und wehrst dich nicht.


Doch es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir unsere persönlichen Grenzen schützen, um nicht ausgenutzt oder manipuliert zu werden. Daher ist es wichtig, die Angst zu überwinden und ein neues, selbstbewussteres Verhalten zu erlernen.


Du bist nicht, was du leistet! In einer Welt, die oft von ständigem Druck, Erwartungen und Überlastung geprägt ist, kann es leicht passieren, dass wir unsere eigenen Grenzen ignorieren oder sogar vergessen. Wir neigen dazu, uns selbst zu vernachlässigen, während wir versuchen, den Anforderungen anderer gerecht zu werden. Doch das Ignorieren unserer Grenzen kann zu einer Vielzahl von negativen Konsequenzen führen, die sich auf unsere psychische und physische Gesundheit, unsere Beziehungen und unser allgemeines Wohlbefinden auswirken können.


Tipps zur Unterstützung:


Vertraue auf deine Gefühle. Sie leiten dich richtig. Nehme deine Gefühle ernst und lasse sie dir nicht ausreden. Wenn deine Grenzen verletzt werden und jemand versucht, deine Gefühle herunterzuspielen, bleibe standhaft. Oft äussern sich solche Grenzverletzungen in körperlichen Reaktionen wie Unwohlsein, Ärger oder Verlegenheit. Nimm diese Signale ernst.


Reflektiere deine eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Frage dich, was du willst! Lenke deine Aufmerksamkeit weg von den Wünschen anderer und überlege stattdessen, was deine eigenen Bedürfnisse sind. Es ist wichtig, dich zu fragen, was du möchtest und was nicht. Du hast das Recht, deine Wünsche klar zu kommunizieren, ohne dich zu rechtfertigen oder zu entschuldigen.


Lerne von Freunden, die sich besonders gut abgrenzen können. Wenn dir als Kind oft deine Gefühle abgesprochen wurden, fehlt es dir möglicherweise an innerer Sicherheit, deine Grenzen zu verteidigen. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, Rat bei Freunden zu suchen, die eine klare Sicht von aussen haben und dir helfen können, deine eigenen Grenzen zu erkennen und zu verteidigen.


Indem wir lernen, unsere Grenzen zu erkennen und zu verteidigen, können wir ein gesundes und erfülltes Leben führen. Das Erkennen und Kommunizieren eigener Grenzen ermöglicht es uns, authentisch zu sein und unser Leben nach unseren eigenen Werten und Überzeugungen zu gestalten. Es erlaubt uns, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen und uns nicht von den Erwartungen anderer leiten zu lassen.

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